Wer Wärmepumpe und Photovoltaikanlage kombiniert, muss vor der Inbetriebnahme eine Entscheidung treffen, die Jahrzehnte wirkt: Wie werden die Anlagen gemessen? Der Netzbetreiber bietet dafür verschiedene Messkonzepte an. Für Haushalte mit PV und Wärmepumpe ist das „Messkonzept 8“ (die Bezeichnung variiert je nach Netzbetreiber) die häufigste Lösung – und meist die sinnvollste.
Die zwei Wege
Getrennte Messung
Die Wärmepumpe bekommt einen eigenen Zähler und einen eigenen, meist günstigeren Wärmepumpentarif. Der Haken: Der Solarstrom vom Dach kann die Wärmepumpe dann nicht direkt versorgen – sie hängt an einem anderen Zähler.
Gemeinsame Messung (Kaskade)
Beim Messkonzept 8 werden Haushalt und Wärmepumpe hinter einem gemeinsamen Zähler kaskadiert gemessen. Der Solarstrom versorgt zuerst Haushalt und Wärmepumpe, nur der Überschuss wird eingespeist. Der Wärmepumpentarif bleibt für den Netzbezug der Wärmepumpe erhalten.
Warum das wichtig ist: Eine Wärmepumpe verbraucht oft mehr Strom als der gesamte restliche Haushalt. Kann sie Solarstrom nutzen, steigt der Eigenverbrauch der PV-Anlage deutlich – und die Heizkosten sinken im Frühjahr und Herbst spürbar.
Smart Grid und Pufferspeicher
Damit die Wärmepumpe wirklich dann läuft, wenn die Sonne scheint, braucht sie ein Signal: die SG-Ready-Schnittstelle. Der Wechselrichter oder ein Energiemanager meldet Überschuss, die Wärmepumpe erhöht die Vorlauftemperatur und lädt den Pufferspeicher. Der Speicher wird so zur „thermischen Batterie“ – oft günstiger als ein zusätzlicher Stromspeicher.
Was wir für Sie übernehmen
- Auswahl des passenden Messkonzepts und Abstimmung mit dem Netzbetreiber
- Zählerschrank, Kaskadenschaltung und Anmeldung
- Planung von Pufferspeicher und Smart-Grid-Anbindung
- Förderanträge für Wärmepumpe und PV
Ob Ihr Haus für eine Wärmepumpe geeignet ist, zeigt unser Schnell-Check – oder Sie vereinbaren direkt eine Schnell-Beratung.
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